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> Ausstellung

Hans-Peter Wirsing,
1938-2009


Christian IV
, 1991
Acryl auf Leinwand,
120 x 100 cm



Wasserwelten - Hommage à van de Velde, 1975
Acryl auf Leinwand,
100 x 70 cm


Seapiece for Seamen II, 1997
Acryl auf Leinwand,
70 x 60 cm



Ohne Titel, 2002
Arcyl auf Leinwand,
30 x 40 cm



Trompe l'œil, 1999
Acryl auf Leinwand,
50 x 40 cm


De Barkentün Fortuna, 2007
Acryl auf Leinwand,
90 x 100 cm

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Der Maler Hans-Peter Wirsing

Hans-Peter Wirsing wurde am 11. Februar 1938 in Glückstadt geboren. Schon als Kind war er für das Maritime, für Schiffe, die See und das Land hinter dem Deich zu begeistern. Nach dem Besuch der Kunstschule und der Hochschule für bildende Künste in Hamburg arbeitete er als Gebrauchsgrafiker und Illustrator unter anderem für den Stern und das Zeit-Magazin.

In den 1970/80er Jahren unternahm Hans-Peter Wirsing ausgedehnte Reisen, die ihn nach Laos, Vietnam, Israel, in die Karibik, die Vereinigten Staaten (Denver), Portugal und Den Haag führten. In Portugal beschäftigte er sich mit der Kunst der Fliesenmalerei, die ab der Mitte der 1980er Jahre zu einem bedeutenden Arbeitsfeld des Künstlers wurde. In den letzten zwanzig Jahren bereiste Wirsing die Hochseeinsel Helgoland regelmäßig. Die Felseninsel ist ein immer wiederkehrendes Motiv in seinen Werken. Im Hotel Rickmers Insulaner sind einige seiner Werke dauerhaft ausgestellt. Sein Schaffen ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Es gab Ausstellungen in Den Haag, Denver (USA) und Wellington (Neuseeland).

Die Kunst von Hans-Peter Wirsing
Für die allermeisten Bilder von Hans-Peter Wirsing gilt das Collage-Prinzip, das Zusammentreffen von Objekten und Themen unterschiedlicher Herkunft. Der maritime Kontext, die maritime "Rahmenhandlung" ist Standard. Es ist das Genre der Marinemalerei, welches das Werk Wirsings ganz entscheidend geprägt hat. Die wichtigsten Impulse zur Entstehung dieser Gattung der Malerei kamen gegen Ende des 16. Jahrhunderts aus den Niederlanden, der größten Seemacht der damaligen Zeit. Die Bilder von Hans-Peter Wirsing operieren mit dem Motivrepertoire der Marinemaler, historische Segelschiffe, Fregatten, Handelsflotten oder Kriegsschiffe des 17. Jahrhunderts, von Wellen umspülte Felsen, Städte und Architekturen am Meer, nautische Instrumente. Die Bilder der Leidener Malerfamilie van de Velde haben den Künstler besonders fasziniert und inspiriert. Vor allem die Schiffsporträts Willem van de Velde d. J. (1633-1707), die in einer akribischen Malweise die Schiffe und ihre Takelage nahezu fotografisch wiedergeben, spiegeln sich in Hans-Peter Wirsings Bildern wider. Van de Velde d. J. hat als Beruf in einer Quelle des 17. Jahrhunderts "Schiffsmaler" angegeben; diese Berufsbezeichnung würde auch für Hans-Peter Wirsing zutreffen. Die Schiffe sind die eigentlichen Protagonisten seiner Bilder.

Obwohl Hans-Peter Wirsing konsequent in einem realistischen Stil arbeitete, man kann von Feinmalerei im historischen Sinne sprechen, sind seine Bildaussagen von traumhafter und fantastischer Art. So kam ihm das Genre der Trompe- l'œil-Malerei sehr zugute. Trompe-l'œil bedeutet Augentäuschung. Gemälde oder Wandmalereien, die diesem Genre zuzuschreiben sind, täuschen mittels geschickter perspektivischer Darstellung eine nicht vorhandene Räumlichkeit vor oder eröffnen Ausblicke in Fantasielandschaften. Die realistische Malweise, der traumhaft gestaltete Bildraum, die realen Objekte in einer irrealen Umgebung ergeben zusammen eine neue surreale oder magische Realität – die Realität des Künstlers Hans-Peter Wirsing.
Die Magie liegt in der Umkehrung und Verklärung der Realitäten und letztendlich in der Verschmelzung des vermeintlich Realen mit dem Fantastischen und Traumhaften, so dass wir Hans-Peter Wirsing als einen "Magischen Realisten" des Nordens bezeichnen können.

Die Ausstellung im Detlefsen-Museum
Das Detlefsen-Museum präsentiert eine Auswahl von ca. 75-80 Werken aus dem Zeitraum von 1970 bis 2009. Gezeigt werden Arbeiten in Acryl, Aquarelle, Zeichnungen und Grafiken, ebenso Fliesenbilder und kleine plastische Arbeiten. Zur Ausstellung erscheint ein ca. 50-seitiger Katalog mit 28 Farbabbildung und einem Beitrag von Catharina Berents.

Die Kulturpartner
Wir danken für ihre Unterstützung:

Dr. Hans-Georg Helm



Marineschutzkräften Offiziersheimgesellschaft
Preußer-Kaserne e.V. Eckernförde

Rudolf Meyer

Ilse Nölke

der Reederei Hermann Wulff



Leonore Schröder

den Stadtwerken Glückstadt





dem Verein der Freunde und Förderer des Detlefsen-Museums e.V.










 
   

 
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