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Ende der 1950er Jahre posieren Matrosen auf dem Logger „Hödur“ fürs Foto, bevor sie die Netze aussetzen.


Der „Abhauer“ schlug die gefangenen Heringe aus dem Netz in die Kribben.



Zwei Matrosen um 1964 beim Klönschnack an Bord im Hafen.
Foto: Helmuth Stubenrauch


Die vereiste Brücke eines Heringsloggers bietet einen bizarren Anblick.


Ein Mitglied eines „wilden Stamms“ auf den Philippinen, fotografiert im Oktober 1874.






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Die Männer und das Meer.
Glückstädter Seefahrt und Fischfang in historischen Fotografien

Junge Männer an Bord mit harten Gesichtern und Gummischürzen; Packer und Netzstrickerinnen; mit Eis überzogene Heringslogger in Winterruhe; gigantische Berge von Fässern auf der Pier; philippinische Eingeborene, die im 19. Jahrhundert misstrauisch in die Kameras der europäischen Forscher blicken: Das Glückstädter Detlefsen-Museum präsentiert einmalige Einblicke in die Geschichte der Stadt am Wasser. Schätze, die eigens für die Sonderausstellung Die Männer und das Meer gehoben wurden. Verschiedene Fotoarchive im Besitz des Museums wurden zur Vorbereitung der Sonderschau gesichtet und erfasst. Aus Hunderten von Fotografien präsentieren wir historisch bedeutsame, zum Teil künstlerisch sehr anspruchsvolle Aufnahmen, die aus dem Leben und der Arbeit von Glückstädtern auf dem Wasser und an der Wasserkante über einen Zeitraum von mehr als 120 Jahren erzählen.

Zwei Namen verdienen in diesem Kompendium eine besondere Würdigung. Der eine lautet Rudolf von Willemoes-Suhm. Im Alter von 25 Jahren erhielt der Glückstädter Naturforscher 1872 überraschend das Angebot, an einem damals sensationell ehrgeizigen Projekt mitzuarbeiten, der Challenger-Expedition. Die Forschungsreise führte per Segelschiff von 1872 bis 1875 um die Welt, erbrachte grundlegende ozeanografische Erkenntnisse und förderte Tausende bis dato unbekannter Tierarten zutage. Willemoes-Suhm starb 1875 während der Reise. Aus seinem Nachlass zeigt das Detlefsen-Museum Fotografien, die unterwegs in der Südsee entstanden.

90 Jahre später, in der 1960er Jahren, dokumentierte der Hamburger Fotograf Helmuth Stubenrauch die Heringsfischerei in Glückstadt. Seine technisch und künstlerisch anspruchsvollen Fotos bilden einen weiteren Abschnitt in der Sonderschau. Zahlreiche Fotografien aus dem Nachlass des Glückstädter Archivars und Historikers Dr. Gerhard Köhn dokumentieren, wie die Seefahrt die Stadt prägte. Beeindruckende Privataufnahmen geben ein eindrucksvolles Bild vom harten Leben an Bord, wo der fangfrische Hering gekehlt, gesalzen und in Fässer abgefüllt wurde, in die Kantjes, wie man sie hier nennt. Aber auch Arbeit, Leben und Freizeit an Land werden durch die Jahrzehnte gezeigt.

Der Anlass der Sonderausstellung liegt genau 120 Jahre und 1 Tag vor ihrer Eröffnung: Am 26. Oktober 1893 gründeten Glückstädter Honoratioren die Glückstädter Fischerei- Actiengesellschaft in Glückstadt. Staatliche Subventionen hatten die Hoffnung geweckt, mit dem Heringsfang und der Verarbeitung der Fische zu Matjes gute Geschäfte zu machen. Die Glückstädter Loggerflotte wuchs zwar auf bis zu 18 Schiffe, aber die Heringsfischerei musste drei Mal Konkurs anmelden: 1931, 1969 und endgültig 1976. An die Epoche der Heringsfischerei erinnert bis heute alljährlich im Juni die Eröffnung der Glückstädter Matjeswochen, die seit 1968 gefeiert wird und sich zum Volksfest mit mehr als 100.000 Besuchern entwickelt hat.


Kulturpartner
Die Ausstellung wird gefördert aus Mitteln der EU und des Landes Schleswig-Holstein im Rahmen des Europäischen Fischereifonds (EFF) und des Zukunftsprogramms Fischerei in Schleswig-Holstein sowie durch die Stadt Glückstadt.







 
   

 
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